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Psychotherapeutische Beratung und Begleitung von Unfallverletzten

REHAintegra ist ein ambulanter Service der die psychotherapeutische Beratung und Begleitung von Unfallverletzten mit Schädelhirntrauma (SHT), Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und chronischen Schmerzerkrankungen vom ersten Tag der Auftragserteilung bis hin zur individuell festgelegten Ziellinie umfasst.

In Zusammenarbeit mit dem Betroffenen sowie dem Kostenträger beschreiten wir innovative Wege zu einer befriedigenden Lebensperspektive und erhöhter Lebensqualität.

Unsere therapeutische Arbeit basiert auf den Grundlagen der systemischen Psychotherapie und einer bio–psycho-sozialen Sicht auf den Heilungsprozess. Im Vordergrund stehen die psychische Bewältigung der Unfallfolgen, die Wiedererlangung größtmöglicher Selbständigkeit und Mobilität und die langfristige Wiedereingliederung in die soziale und/oder berufliche Gemeinschaft.

Ziel ist die ganzheitliche Rehabilitation von Körper, Geist und Seele hin zu einer neuen „Normalität“.

Schädelhirntrauma (SHT)

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Das Gehirn ist das Zentrum unseres Seins. Es ist ein wahrer Supercomputer der nach einem Schädelhirntrauma (SHT) den Anforderungen unseres Alltags oftmals nicht mehr gerecht wird.
Viele Menschen trainieren im Genesungsprozess ihren Körper und ihre Muskeln. Das Gehirn wird jedoch häufig vernachlässigt. Wie ein Muskel kann nämlich auch das Gehirn trainiert und verbessert werden, besonders im Falle eines SHT’s.
Unsere neuropsychologischen Rehabilitationsmaßnahmen setzen auf ein gezieltes Gehirntraining um kognitive Einschränkungen wesentlich zu verbessern. Das Gehirntraining und die Verhaltensmodifikationen sind individuell angepasste und umfassen zum Beispiel:

  • Körperliche Aktivierung (Verbesserung der Antriebsminderung)
  • Mobilitätstraining
  • Selbsteinschätzungstraining
  • Übungen zur Strukturierung und Planung  (inkl. Hilfsmitteltraining)
  • Übungen zur Merkfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit (PC gestützt; naturalistische Aktionen; spielerisch)

Neue Studien haben ergeben, dass SHT Patienten oft wesentlich früher Altersdemenz und Parkinson entwickeln. Gehirntraining ist somit eine ganzheitliche Prävention vor Langzeitschäden.
Unser übergeordnetes Ziel ist es mit einem kognitiven Training dauerhaft eine größtmögliche Selbständigkeit und Lebensqualität für den Klienten wiederzuerlangen.

 

Postraumatische Belastungsstörung (PTBS)

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Eine der extremsten seelischen Folgeerscheinungen eines Unfalls welche sich belastend und einschränkend auf das körperliche Wohlbefinden, auf fast alle Prozesse des Alltags und sogar auf die Beziehungen im engeren sozialen Umfeld auswirkt.
So belastend eine PTBS im Alltag auch sein kann, wissenschaftliche Studien bestätigen dass PTBS nach einiger Zeit scheinbar ausheilen kann, d. h. die Symptome verschwinden.
Um diesen Prozess effektiv zu unterstützen ist eine intensive therapeutische Rehabilitation aller Symptomatiken unabdingbar.

  • Angstbewältigungstraining
  • Stressbewältigungstechniken
  • Entspannungsverfahren
  • Cognitive Processing Therapie (CPT)
  • Kontrollierte Trauma-Exposition (KTE)
  • Hypnotherapie

Durch eine oftmals unzulängliche Verarbeitung aller Ereignisse direkt nach dem Unfall kann durch ein objektiv harmloses Erlebnis auch nach Jahren noch eine PTBS ausgelöst werden. Eine sogenannte „sekundäre PTBS“ entsteht, die mit beträchtlichen Störungen und schwerem Leid einhergehen kann. Auch diese sekundäre PTBS sollte als solche erkannt und wirksam behandelt werden.

 

Chronischer Schmerz

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Chronische Schmerzen haben in der Regel vielfältige Ursachen, oft sind diese unklar. Im Falle chronischer Schmerzen sind wir oftmals psychisch überfordert, da wir auf die Intensität der Schmerzen, die Länge der Zeit und die zum Teil erheblichen Einschränkungen im Alltag nicht vorbereitet sind.
Der Heilungsprozess von chronischen Schmerzerkrankungen ist sehr variabel. Prognosen sind sehr schwer zu stellen und ungünstige psychische Einflüsse wie Stress, Ärger und Aufregung haben oftmals negative Auswirkungen auf die körpereigene Schmerzabwehr und erhöhen das Schmerzempfinden. Zudem werden soziale Kontakte aus Angst vor extremem Schmerzanstieg häufig vermieden.
Unsere rehabilitativen Maßnahmen gehen Hand in Hand mit schon durchgeführten klinischen Programmen. Unser Augenmerk richtet sich daher auf die Erhöhung der Lebensqualität des Klienten.

  • Körperliche und soziale Aktivierung
  • Schmerzverhaltensmodifikation
  • Kognitive Therapieverfahren
  • Entspannungsverfahren
  • Schmerztagebuch
  • Wechsel der Schmerzempfindungsebenen
  • Selbsthypnoseverfahren

Wissenschaftlich ist erwiesen, dass psychologische Techniken auch bei Schmerzen wirksam sind, die mit klarer organischer Schädigung oder Fehlfunktion einhergehen. Die Techniken zur Schmerzkontrolle nutzen die Fähigkeit des Gehirns das körpereigene Schmerzabwehrsystem zu steuern. Unser Therapieplan und erlernbare Techniken zielen darauf ab, die Leistungsfähigkeit des Schmerzabwehrsystems so zu stärken, dass selbst größere Verletzungen zeitweilig keine Schmerzen erzeugen.

 

Im Rahmen unserer ganzheitlichen psycho-sozialen Betreuung achten wir gezielt darauf  durch unser Reha-Programm die körperliche Gesundung bestmöglich zu unterstützen und diese in Einklang mit der geistigen und seelischen Gesundheit abzustimmen.
Dies ist besonders wichtig um der Entstehung von anderen psychischen Störungen wie Depressionen oder Phobien entgegenzuwirken.